Wohnraum
Dienstag, 31. Januar 2006 11:18
Als ich im April 2004 nach Zeuthen zog, brauchte ich einige Zeit, um mich an den für mich völlig neuen Wohnraum zu gewöhnen. Es ist ein in den 50ern gebautes Reihenhaus, zweistöckig, mit Keller und Dachgeschoss. Ich habe nie in einem Haus gewohnt, immer war es eine Wohnung, mit nur einer Wohnebene – hier hatte ich auf einmal vier davon. In den ersten Wochen nach dem Einzug hatte ich den Eindruck, ich bin nur mit Treppen-hoch-und-runter-Laufen beschäftigt. Zur gleichen Zeit wurde ich mit der nächsten Erkenntnis konfrontiert: eine Wohnung mit 70 qm sauber zu machen ist ein Peanut im Vergleich zu einem Haus wie das hier…
Ich bin zwar nicht die Einzige hier, die sich mit dem Saubermachen beschäftigt – heute aber schon… Dem Haus widmete ich ganze drei Stunden schweren körperlichen Einsatz. Wie dabei oft, kommen auch diesmal die Existenzfragen hoch: Wo kommt der Staub her? Warum gibt es im Winter immer neue Spinnennetze? Warum gibt es im Bad immer noch keinen Duschvorhang? Die Fragen bleiben unbeantwortet…
Das macht aber nichts – das schöne Gefühl, etwas erledigt zu haben, was seit vielen Tagen mächtig drückte, überschattet alles andere…

eingeordnet
Thema: 01 - Januar, Alltag, unscheinbar 2006

