Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Musik'

die Oper

Dienstag, 5. Januar 2010 22:38

Die Oper war für mich seit der Schulzeit ein Synonym für langweilige und schwere Schinken in großen Theatern, wo unverständliche Gesänge vor komischen Dekorationen von unbeweglichen Sängern in keiner bekannten Sprache vorgeführt wurden.

Dass es doch anders sein könnte, hat mir zuerst “Carmen” gezeigt, aber nicht als Oper, sondern als ein Film von Carlos Saura. Den Rest haben die “Pop-Opern” bewirkt, das heißt, die populärsten mit den populärsten Sängern der letzten Jahre – Netrebko & Villazon. Zwar bin ich dadurch keine Oper-Liebhaberin geworden, aber ab und zu sehe ich mir gerne die eine oder andere Aufführung an. Und ich merke – das ist die schwierigste von allen Bühnen-Inszenierungen. Die Sänger sind wie gewöhnliche Schauspieler, sie zeigen Emotionen, sind leidenschftlich, weinen, küssen und schlagen sich – nur sie singen noch dazu, die ganze Zeit, in jeder Körperlage.

musikalisch?

musikalisch?

Den Anlass lieferte heute “La Traviata” von Verdi aus dem Jahr 2005 mit dem s.g. “Traumpaar” Netrebko & Villazon (Salzburger Festspiele). Sie waren echt gut!

Thema: Musik

Queen

Donnerstag, 31. Dezember 2009 16:00

Auf 3SAT läuft das Konzert der Band Queen aus dem Jahr 2008 in der Ukraine. Und ich merke: die Bandsmitglieder lassen sich (dank der modernen Bühnen-Technik) die Gelegenheit nicht entgehen, mit Freddie nochmal zusammen zu spielen…

Das gesammte Konzert ist aber ein seltsames Erlebnis: die Musik klingt sehr vertraut – nur die Sängerstimme (Paul Rogers) erinnert mit jedem Ton daran, dass Freddie nicht mehr da ist…

Im Jahr 1992 gab es ein Freddie Mercury Tribute Konzert mit mehreren Sängern. Für mich hatte dort nur einer das Zeug für die richtige Tonlage: George Michael.

Und zum Schluss natürlich das unverzichtbare God Save the Queen. Sie mögen beide noch lange leben…

show must go on

show must go on

Thema: Musik

Santana

Mittwoch, 17. Mai 2006 20:38

Santana! Santana! Der große Tag ist gekommen!

Gestern hat Achim im Internet erfahren, dass das Konzert in die Treptower Arena verlegt wurde. Desto besser für uns – es ist näher an Zeuthen als die Wuhlheider Bühne. Wir kommen rechtzeitig an, um die letzten freien Sitzplätze zu ergattern. Wir sitzen ganz oben, vor uns eine riesige freie Fläche mit der ganz dunklen Bühne in der Ferne. Die angeschaffte Technik ist umwerfend: in der Mitte der Halle befindet sich eine große Mischpultfläche ausgestattet mit diversen Kameras, auf der breiten Bühne kann man Berge von verschiedenen Trommeln, Gitarren und Kisten erkennen.

Fast eine Stunde spielt eine Vorband – es ist die Band des Santanas Sohnes Salvatore, der Keyboard spielt und rappige Songs singt. Nicht schlecht… Aber alle warten auf den Vater Carlos. Beinahe unbemerkt erscheint er zum letzten Song und spielt – dann aber sofort erkennbar – mit. Nach einer längeren Umbaupause beginnt erst der musikalische Wasserfall… Das Sitzen wird zum Störfaktor – man kann doch so nicht tanzen! Aber der Sicht – mit Fernglas oder ohne – auf das Geschehen da unten … alles. Neun Mann Truppe begleitet den kleinen, schlanken Santana, der auf der Bühne vor sich ein Rauchstäbchen und hinter sich eine Zigarette hat. Vor 40 Jahren hatte er mit einer Gitarre angefangen, jetzt hat er mindestens sechs davon. Und man könnte sagen, er spielt auch sechs Mal besser…

Trotz heißen Rhythmen lässt sich das Publikum nicht so schnell bewegen – das habe ich nicht erwartet… Als Zugabe kommt noch mal eine Menge Musik, dann aber sind wir schon unten vorne, sehen die ganze riesige Leinwand mit Live-Übertragung, hören die eigene Stimme nicht mehr – und können uns frei bewegen!

Das Konzert endet kurz vor Mitternacht. Der Spree draußen spiegelt beweglich unbewegte Lichter der Stadt, die Nacht ist wirklich schön… und still. Nur im Kopf rumort es immer noch…

Thema: 05 - Mai, Musik, unscheinbar 2006