Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Kino'

jung bleiben

Montag, 23. November 2009 19:17

Filmplakat… und zur Legende werden SchauspielerInnen, die relativ früh sterben. Wie der Gerard Philipe, mit dem gestern der Film Les grandes manoeuvres (Das große Manöver, 1955) auf ARTE gezeigt wurde. Er starb 1959 im Alter von 37 Jahren. Die schwarz-weißen Fotografien von ihm begleiteten meine Kindheit. Den Film habe ich zum ersten Mal gesehen – eine schöne, altmodische Liebes-Komödie…

Thema: Kino

12 Monkeys

Dienstag, 17. November 2009 11:52

Gestern abend gab es auf ARTE (für mich der beste Sender neben 3SAT) den amerikanischen Film “12 Monkeys” aus dem Jahr 1995. Und am Abend davor auch aus den USA “Vergiss mein nicht!” (2004). Beide Filme beschäftigen sich (wenn auf unterschiedliche Weise) damit, was passiert, wenn die innere Erinnerungswelt durcheinander gebracht wird – mal durch das selektive Löschen des Gedächtnisses, mal durch mehrere Zeitreisen. Und beide zeigen, dass der Mensch noch lange brauchen wird, bis er sich in seinem Kopf gut auskennt.

hier war mal was

hier war mal was

Amerikaner machen gute Filme, aber kein gutes Kino (obwohl sie mal eins hatten). Ihre Filmsprache ist auf möglichst größte Effekte ausgerichtet, auf das Staunen, “Klappe-runter-fallen”, Spaß haben – und nicht auf das Nachdenken, auf die Reflexion danach. Jeder Film wird nach dem Einspielergebnis bewertet – wer und warum er ihn gesehen hat und was er bewirkte, interessiert kaum.

Andererseits aber, das amerikanische Kino war von Anfang an auf die Millionen von Emigranten zugeschnitten, die nach Amerika kamen, um zu schuften und für einige Momente das Abschalten von ihrem Alltag brauchten – entweder durch das Zusehen, wie es den Anderen noch schlimmer geht (Charlie, der Tramp) oder die Visualisierung ihrer Träume von einem besseren Leben (High Society).

Thema: Kino

Die Western

Sonntag, 23. April 2006 23:37

Die ewige Geschichte über Kopieren, Inspirieren, Nachahmen, Abgucken…

Anfang der 60er kamen die ersten Verfilmungen der Romane von Karl May. Diese erfolgreichen Versuche, den Amerikanern den Western, ihre “heilige Kuh”, streitig zu machen, blieben in Europa nicht unbemerkt. Die “Sauerkraut-Western” – wie die Italiener sie nannten – brachten den Regisseur Sergio Leone auf die Idee, auch mit einer Wild-West-Geschichte zu probieren. Und so kam es zu einer Welle von Italo-Western, auch “Spaghetti-Western” genannt. Ich habe sehr viele davon in meiner Jugend gesehen – sie waren vor allem viel brutaler und blutiger als die amerikanischen Originale. Es gab aber darunter einige ganz gute Geschichten, die auch mit neuartiger Bildsprache erzählt und von einer grandiosen Musik (meistens von Ennio Morricone) begleitet wurden.

All dies erfuhr ich aus der heutigen Dokumentation über Italo-Western, den ARTE zum Thema des Monats machte. Davor lief einer von den bekanntesten Filmen, der “Django”. Dem Helden gelingt es, trotz beiden gebrochenen Händen, zum Schluss den Erzfeind zu töten… Eine wirklich fantastische Geschichte.

Könnte sein, dass ich mich von dem Film unbewusst inspirieren ließ? Eine falsche Bewegung und meine linke Hand ist nicht mehr zu gebrauchen…

nirgendwo abgeguckt

nirgendwo abgeguckt

Thema: 04 - April, Kino, unscheinbar 2006