Sonntag, 23. April 2006 23:37
Die ewige Geschichte über Kopieren, Inspirieren, Nachahmen, Abgucken…
Anfang der 60er kamen die ersten Verfilmungen der Romane von Karl May. Diese erfolgreichen Versuche, den Amerikanern den Western, ihre “heilige Kuh”, streitig zu machen, blieben in Europa nicht unbemerkt. Die “Sauerkraut-Western” – wie die Italiener sie nannten – brachten den Regisseur Sergio Leone auf die Idee, auch mit einer Wild-West-Geschichte zu probieren. Und so kam es zu einer Welle von Italo-Western, auch “Spaghetti-Western” genannt. Ich habe sehr viele davon in meiner Jugend gesehen – sie waren vor allem viel brutaler und blutiger als die amerikanischen Originale. Es gab aber darunter einige ganz gute Geschichten, die auch mit neuartiger Bildsprache erzählt und von einer grandiosen Musik (meistens von Ennio Morricone) begleitet wurden.
All dies erfuhr ich aus der heutigen Dokumentation über Italo-Western, den ARTE zum Thema des Monats machte. Davor lief einer von den bekanntesten Filmen, der “Django”. Dem Helden gelingt es, trotz beiden gebrochenen Händen, zum Schluss den Erzfeind zu töten… Eine wirklich fantastische Geschichte.
Könnte sein, dass ich mich von dem Film unbewusst inspirieren ließ? Eine falsche Bewegung und meine linke Hand ist nicht mehr zu gebrauchen…

nirgendwo abgeguckt