Metropolis 2010
Freitag, 12. Februar 2010 12:16
Metropolis war für mich schon immer ein Begriff – er bedeutete Filmgeschichte, schwarz-weiß, monumental und stumm. Den Film habe ich nicht gesehen, er wurde aber sehr oft bei verschiedenen cineastischen Anlässen erwähnt, genauso wie Fritz Lang. Im Jahr 2008 las ich dann in der “ZEIT” über die Entdeckung der verschollen geglaubten Originalversion. Es wurde mir dabei bewußt, welche große Rolle dieser Film wirklich in der Kinogeschichte, besonders der deutschen, spielte.
Nun, heute durfte ich den Film dank ARTE und Berlinale sehen. Ich erlebte ihn (wie denn sonst?) monumental, schwarz-weiß, stumm und bedeutend, besonders seitens der eingesetzten Film-Technik und dargestellten Zukunftsvision, die für das Jahr 1927 wirklich revolutionär waren (sogar ein Bild-Telefon hat man sich schon damals ausgedacht). Anstrengend war für mich dagegen das sehr langsame Erzähltempo und die Körpersprache der Schauspieler: exaltiert, übertrieben, verlangsamt. Die Stummfilme von Chaplin, die aus der gleichen Zeit stammen, benutzen eine ganz andere Filmsprache.
Und die Handlung? Noch eine Utopie – und noch ein Happy-End…
Heute fand ich zufällig auf Wikipedia den allerersten Science-Fiction-Film mit dem schön klingenden Titel AELITA. Es war ein sowjetischer Film aus dem Jahr 1924. Ich bezweifle jedoch, dass er Einfluss auf Fritz Lang hatte, der hatte den Film in so kurzer Zeit nicht sehen können.

sensation
Thema: Kino

