Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Frau & Mann'

Mohn…

Samstag, 12. Juni 2010 22:40

Mann und Frau fahren durch eine blüende Landschaft.

“Oh, der schöne Mohn!”, seufzt die Frau.

“Es gibt was schöneres als Mohn…”, sagt der Mann.

“Was denn?”

“Mohnkuchen!”

Thema: Frau & Mann

zwei Filme

Montag, 25. Januar 2010 22:09

Zwei Tage hintereinander gab es auf ARTE zwei Filme: einen amerikanischen aus dem Jahr 1953 (How to Marry a Millionaire mit Lauren Bacall und Marilyn Monroe) und einen deutschen aus 1957 (Monpti mit Romy Schneider). Beide waren mehr oder weniger heitere Komödien mit bekannten Schauspielerinnen. Und beide zeigten Frauen, deren einziges Lebensziel es war, einen Mann zu heiraten. Das Kino war (und bleibt immer noch) zum Großteil der Spiegel der gerade herrschenden Geschlechterrollen – und diese waren damals klar definiert und streng überwacht. Eine Frau bekam ihre Daseinsberechtigung erst, wenn sie einen Ehemann hatte, der Mann brauchte aber keine – er war von Anfang an da, um Geld zu machen und damit die Frauen zu beeindrucken.

Dieses Frauenbild begann sich in den 70ern langsam zu ändern. Eine ganz neue Ära der filmischen Frauenfiguren begann 1979 mit Ellen Ripley, der Hauptfigur in Alien von Ridley Scott. Zum ersten Mal im populären Kino war eine Frau die den Männern überlegene Heldin, die im Angesicht der Gefahr nicht – wie bisher auf der Leinwand – daneben stand und schrie, sondern ihren Kopf benutzte, um sich zu wehren. Von da an wurden die Frauen zu gleichberechtigten Filmgestalten. Dieser Prozess ermöglichte im neuen Jahrtausend (unter anderem) eine körperlich und intellektuell souveräne Lara Croft, eine kämpferische und willensstarke Maggie Fitzgerald, eine rationale Ellie Arroway oder eine karrierebesessene Miranda Priestly…

Was aber nicht bedeutet, dass die schreienden und sich nur mit ihrem Aussehen beschäftigenden blonden Dummchen aus dem Kino verschwunden sind…

blondine

blondine (apo-bild)

Thema: Frau & Mann, Kino

Sevillana & Frauen

Donnerstag, 13. April 2006 22:15

der weisse schaf

der weisse schaf

Abends, wie donnerstags üblich, fahre ich nach Königs Wusterhausen zum Sevillana-Tanzkurs. Nach 6 Wochen weiblicher Gemütlichkeit kommt heute eine Überraschung in der Gestalt von zwei männlichen Teilnehmern. Die Gruppendynamik ändert sich, aber zum Glück nur unwesentlich. Vielleicht werden die Hüften ein bisschen schwungvoller, Beine schneller, Hände eleganter – im Großen und Ganzen sind wir Frauen sowieso fortgeschrittener. Ich auf jeden Fall versuche, mich durch die veränderte Gruppenzusammensetzung nicht ablenken zu lassen. Und ein Wunder passiert… Wir tanzen in zwei Reihen, in Paaren uns gegenüber stehend. Es gelingt mir endlich, die richtigen Schritte beim Tanz mit dem Rhythmus so zusammen zu bringen, dass ich synchron längere Zeit mit den Anderen tanzen kann. Das Gefühl ist unbeschreiblich – so, denke ich, muss es auf Sevillas Straßen sein… Es fehlen nur das Rauschen von langen, bunten Röcken und der Krach der Stöckelschuhe auf dem Kopfsteinpflaster…

Mehrmals habe ich schon beobachtet, wie sich das Verhalten von Frauen verändert, wenn plötzlich ein Mann dazu kommt. Einige, sonst vernünftige und kommunikative Frauen, mutieren dann auf einmal zu kichernden, gehirnlosen Gänsen.

Thema: 04 - April, Frau & Mann, unscheinbar 2006