Beitrags-Archiv für die Kategorie 'die Natur'

Der König des Tages

Donnerstag, 3. Juni 2010 10:42

Gestern noch dicht geschlossen, war heute früh die einzige Mohnblüte im Garten mit voller Größe dem Licht der Sonne zugewandt. Wie auf ein Kommando witterte der Mohn nach der dunklen, kalten und nassen Zeit seine Chance und hat sie ergriffen… Oder nur ein Zufall?

der könig

der könig

Am Nachmittag, auf dem Weg in die Stadt, schien mir auf einmal, ich bin wieder auf Lanzarote. Strahlendes, blendendes Sonnenlicht, blauer Himmel, starker, warmer und trockener Wind wie aus der Sahara (obwohl er aus Norden kam) ließ mich an diese Kanarische Insel denken. Seit gestern ist die Temperatur um 15 Grad gestiegen, die Luftfeuchtigkeit um fast 40% gesunken – als ob das ganze Land von einem Tag auf den anderen in eine andere Klimazone umgezogen wäre.

Thema: Vier Jahreszeiten, die Natur

der Baum

Dienstag, 18. Mai 2010 19:12

Ungefähr 100 Jahre hat die große Kiefer gelebt (Zahl der Jahresringe) – heute wurde sie innerhalb von 4 Stunden stückchenweise von oben nach unten dem Boden gleich gemacht. Der Baum mußte sterben, weil er für das Haus gefährlich wurde, nachdem im Winter ein Teil der Krone unter der Last des Schnees brach.

Es ist traurig, weil ein Stück der Natur in der unmittelbaren Nähe auf einmal nicht mehr da ist.

Von der anderen Seite aber bringt es mit sich den Reiz des Neuen, alles sieht plötzlich anders aus: über der Terrasse ist der Himmel zu sehen, vor dem Fenster im Arbeitszimmer reicht der Blick bis zum Nachbarhaus, der Waldrand hat völlig neue Lichtverhältnisse bekommen.

Die sterbende Kiefer riecht nach Terpentin…

100 jahre und immer noch gesund

100 jahre alt und immer noch gesund

Thema: die Natur

Frühling 2006

Donnerstag, 20. April 2006 20:35

In jedem Garten blühen jetzt Forsythien – die gelben Wölkchen besiegeln der Triumph der wieder geborenen Natur. Der Wald wird durch feinen, grünen Nebel durchzogen, es wachsen aus kleinen Büschen und Bäumchen neue Blätter heraus. Da kann ich gut verstehen, dass der Mensch mal – als er noch ein Teil der Natur war, aber sie schon bewusst wahrnehmen konnte – das Frühlingserwachen für ein Wunder hielt, für ein Mysterium, das jedes Mal beschwört werden muss, um nicht auszubleiben. Diese Bewunderung empfinde auch ich jeden Frühling, Bewunderung für die unerschöpfliche Kraft der Natur, die unbeachtet der Schaden, die ihr ihr abtrünniges Kind – der Mensch – zufügt, mit frischem Grün jedes Jahr alle Wunden aufs Neue bedeckt.

Außer Gärtner, Landwirten und noch einigen wenigen merken die Menschen den Frühling hauptsächlich an den Tulpen in Blumenläden und dem wärmeren Wetter. Heute in Prenzlauer Berg beobachtete ich, wie im Restaurants und Cafes die Tische draußen gestellt werden, wie Menschen in der Sonne frühstücken oder ihre Kinder mit indischen Speisen füttern. Die Stadt scheint ja auch zu erwachen…

jedes jahr aufs neue - ohne ritual

jedes jahr aufs neue - ohne ritual

Thema: 04 - April, die Natur, unscheinbar 2006