Beiträge vom Februar, 2010

Montserrat Caballé

Sonntag, 14. Februar 2010 9:43

Das heutige Konzert in der Berliner Philharmonie war eins von nur drei in Deutschland. Der Große Saal war randvoll, nur wegen dieser einen Frau aus Spanien.

Sie betrat die Bühne langsam und hinkend, sich auf den Arm ihres Pianisten stützend. Ich sah später auch, dass das Stehen für sie schwer war. Ihre Stimme klang einen Tick tiefer, als ich sie aus den Aufnahmen auf CD kenne. Kennengelernt habe ich Montserrat Caballé durch Freddy Mercury. Die Geschichte ihres Treffens, das gemeinsame Komponieren und Singen, die Faszination voneinander und das daraus resultierende berühmte Album “Barcelona” – alles das war für mich Mitte der 90er wie eine musikalische Offenbarung.

Als das offizielle Konzert-Programm “abgesungen” war, hat die Operndiva ihre unbequemen Schuhe einfach “abgeworfen” – das Publikum tobte vor Begeisterung für eine so menschliche Geste… Es folgten mehrere leichtere Lieder, eins sogar zum Mitklatschen. Nach langen standing ovations verließ Montserrat Caballé die Bühne mit ihren Schuhen in der Hand, langsam und hinkend, sich auf den Arm ihres Pianisten stützend. Sie ist 77 Jahre alt…

Diese kleine Köstlichkeit mit Montserrat Caballé fand ich auf YouTube: eine Szene aus Donizettis Oper “La Fille du Régiment“, inszeniert 2008 in Wien.

rosen für Montserrat Caballe

rosen für Montserrat Caballé (digital kräftig angereichert)

Thema: Musik

Metropolis 2010

Freitag, 12. Februar 2010 12:16

Metropolis war für mich schon immer ein Begriff – er bedeutete Filmgeschichte, schwarz-weiß, monumental und stumm. Den Film habe ich nicht gesehen, er wurde aber sehr oft bei verschiedenen cineastischen Anlässen erwähnt, genauso wie Fritz Lang. Im Jahr 2008 las ich dann in der “ZEIT” über die Entdeckung der verschollen geglaubten Originalversion. Es wurde mir dabei bewußt, welche große Rolle dieser Film wirklich in der Kinogeschichte, besonders der deutschen, spielte.

Nun, heute durfte ich den Film dank ARTE und Berlinale sehen. Ich erlebte ihn (wie denn sonst?) monumental, schwarz-weiß, stumm und bedeutend, besonders seitens der eingesetzten Film-Technik und  dargestellten Zukunftsvision, die für das Jahr 1927 wirklich revolutionär waren (sogar ein Bild-Telefon hat man sich schon damals ausgedacht). Anstrengend war für mich dagegen das sehr langsame Erzähltempo und die Körpersprache der Schauspieler: exaltiert, übertrieben, verlangsamt. Die Stummfilme von Chaplin, die aus der gleichen Zeit stammen, benutzen eine ganz andere Filmsprache.

Und die Handlung? Noch eine Utopie – und noch ein Happy-End…

Heute fand ich zufällig auf Wikipedia den allerersten Science-Fiction-Film mit dem schön klingenden Titel AELITA. Es war ein sowjetischer Film aus dem Jahr 1924. Ich bezweifle jedoch, dass er Einfluss auf Fritz Lang hatte, der hatte den Film in so kurzer Zeit nicht sehen können.

Sensation

sensation

Thema: Kino

Frühjahrskollektion

Donnerstag, 11. Februar 2010 9:55

… bedeutet nicht mehr nur neue Klammotten oder Assesoirs. Seit neuestem befolgen auch einige Digitalkamera-Hersteller diese Strategie.

Der Markt für kompakte Digitalkameras ist schon seit langem übersättigt, die Regale in Elektronik-Kaufhäusern haben drei oder vier Reihen und sind Dutzende Meter lang. Ein gutes Modell auf den Markt zu bringen, reicht nicht, es muß unbedingt ein besseres und noch besseres kommen. Bei dieser Politik ist es offensichtlich, dass es nicht im Interesse des Herstellers ist, dass seine Produkte länger als 2 Jahre funktionsfähig sind. Auf diese Weise wird ein Wettbewerb geführt, in dem vor allem enorme Material-Verschwendung stattfindet.

Und der Kunde? Der neue wird zuerst von der Masse erschlagen und – soweit er nicht genau weiß, was er haben will – läßt sich von dem Verkäufer alles andrehen (dem Geldbeutel entsprechend). Der versierte Kunde muß hier entscheiden, ob er bei der bisherigen Marke bleibt oder zur Konkurrenz greift – was im Endeffekt auf dasselbe hinausläuft. Den Zwei- bzw. Drei-Jahre-Zyklus machen alle mit…

Thema: Fotografie, Moderne Zeiten