Beiträge vom Februar, 2010

Frühling?

Sonntag, 28. Februar 2010 19:11

Seit vier Tagen sieht es so aus, als ob sich der Frühling doch durchsetzen könnte. Der Schnee ist fast überall geschmolzen, auf seiner Stelle liegt nur noch Silvester-Müll und diverse Kleidungsstücke, die Leute so unterwegs manchmal verlieren. Im Garten treibt sich der Maulwurf rum, erste grüne Krokusblätter gucken aus der Erde heraus.

Vorgestern habe ich auf dem Wochenmarkt die ersten Tulpen gekauft. Im Wohnzimmer gehen sie langsam auf und duften sogar dabei (was heutzutage bei gekauften Schnittblumen nicht selbstverständlich ist). Die Nachmittagssonne schafft schon ins Zimmer rein – Achim sieht das schmutzige Fenster, ich sehe die Tulpen im Gegenlicht.

die frühlingsmauer

die frühlingsmauer

Thema: Vier Jahreszeiten

Fasten 0

Freitag, 26. Februar 2010 10:16

Gestern habe ich mich entschieden, ab heute zu fasten. Der Grund dazu ist mein nach den Wintermonaten enorm gestiegenes Gewicht und die daraus resultierende Trägheit und Unbeweglichkeit.

Zum ersten Mal habe ich im Jahr 1994 gefastet. Damals habe ich innerhalb von einer Woche 5 kg verloren und Unmenge an Lebensenergie gewonnen. Noch heute kann ich mich an das anfängliche High-Gefühl im Kopf und an die plötzliche Leichtigkeit des Körpers erinnern.

Ab heute esse ich nichts, ich trinke nur. Und ich bin gespannt, wie lange ich durchhalten kann…

Thema: Essen & Trinken, die Anfänge

Untertanen

Freitag, 19. Februar 2010 15:11

Ich denke, zum ersten Mal wurde es in der Bibel klar gesagt: der Mensch soll sich die Erde untertan machen. Und obwohl zu dem Thema dort nichts weiter stand, machte er sich auch an Seinesgleichen ran.

Die gesamte, in allen Zivilisationen aufgeschriebene Geschichte, ist die Geschichte der Herrschenden und Beherrschten. Seit Jahrtausenden erobern, herrschen, regieren die Einen und sich untergeben, beherrschen und ausbeuten lassen die Anderen. Es ist stets immer das gleiche Prinzip, es ändern sich nur die Begriffe, die die Beteiligten beschreiben: auf einer Seite sind es Patriarchen, Häuptlinge, Könige, Präsidenten, Vorstands-Chefs, Männer – auf der anderen Stamm-Mitglieder, Untertanen, Volk, Bürger, Mitarbeiter, Frauen… Das Verhältnis zwischen den Herrschenden und Beherrschten wird auch – je nach Epoche und Milieu – unterschiedlich genannt: Sklaverei, Leibeigenschaft, Militärdienst, Arbeitnehmerverhältnis, Ehe.

Warum ist es so? Ist vielleicht diese (männliche!) Eigenschaft, sich auf jede erdenkliche Weise über die Anderen erheben zu müssen, ein Überbleibsel aus der Tierwelt? Ich denke, ja… Diese Eigenschaft ist so stark, dass sie hunderte von Jahrtausenden des Menschwerdens überdauerte und zur Grundlage für die Entstehung (und den Untergang) der Zivilisationen wurde.

Thema: der Mensch