12 Monkeys

Gestern abend gab es auf ARTE (für mich der beste Sender neben 3SAT) den amerikanischen Film “12 Monkeys” aus dem Jahr 1995. Und am Abend davor auch aus den USA “Vergiss mein nicht!” (2004). Beide Filme beschäftigen sich (wenn auf unterschiedliche Weise) damit, was passiert, wenn die innere Erinnerungswelt durcheinander gebracht wird – mal durch das selektive Löschen des Gedächtnisses, mal durch mehrere Zeitreisen. Und beide zeigen, dass der Mensch noch lange brauchen wird, bis er sich in seinem Kopf gut auskennt.

hier war mal was

hier war mal was

Amerikaner machen gute Filme, aber kein gutes Kino (obwohl sie mal eins hatten). Ihre Filmsprache ist auf möglichst größte Effekte ausgerichtet, auf das Staunen, “Klappe-runter-fallen”, Spaß haben – und nicht auf das Nachdenken, auf die Reflexion danach. Jeder Film wird nach dem Einspielergebnis bewertet – wer und warum er ihn gesehen hat und was er bewirkte, interessiert kaum.

Andererseits aber, das amerikanische Kino war von Anfang an auf die Millionen von Emigranten zugeschnitten, die nach Amerika kamen, um zu schuften und für einige Momente das Abschalten von ihrem Alltag brauchten – entweder durch das Zusehen, wie es den Anderen noch schlimmer geht (Charlie, der Tramp) oder die Visualisierung ihrer Träume von einem besseren Leben (High Society).

Datum: Dienstag, 17. November 2009 11:52

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