Beiträge vom Januar, 2006

Kochen & nicht Essen

Samstag, 28. Januar 2006 10:55

Winterrose

Winterrose

Wir sind von Achims Bekannten zu einem Geburtstagsessen eingeladen. Wir fahren in ein Restaurant mit “gutbürgerlicher deutscher Küche” – mit der Ankündigung, es wird Eisbein gegessen. Worauf ich gleich sagte, ich esse sowas nicht…

Ich bin leider keine Anhängerin der deutschen Küche, im Allgemeinen auch nicht der polnischen. Beide sind eher der schweren Art – fettes Fleisch, viel Sauerkraut, Unmengen von Kartoffeln mit mehligen Saucen, zerkochtes Gemüse.

Grundsätzlich spielt das Essen für mich keine besondere Rolle: ich brauche keine festen Esszeiten, ich kann was auf die Schnelle essen – Hauptsache, mein Magen lässt mich in Ruhe. Das Essen ist für mich eher eine zeitraubende Notwendigkeit: würde mein Körper nicht nach Nahrung verlangen, würde ich auch nicht essen.

Die Sache hat nur einen Haken: Ich mag kochen, leidenschaftlich… Und am liebsten immer was Neues, noch unbekanntes, mit exotischen Gewürzen, rätselhaften Zutaten oder raffinierten Kochtechniken. Zum Kochen gehört leider auch das Essen – und je öfter ich koche (zurzeit jedes Wochenende), desto öfter esse ich auch.

Die Sache hat auch ein Problem: Je öfter ich esse, desto dicker werde ich… Seit dem ich also in Zeuthen wohne und mit Freude für mehrere Personen jedes Mal was anderes koche (und backe!), habe ich einige Kilogramme angesammelt…

Thema: 01 - Januar, Essen & Trinken, unscheinbar 2006

Mozart

Freitag, 27. Januar 2006 10:00

250 Jahre nach seiner Geburt ist er immer noch allgegenwärtig – in Musik- und Kaufhäusern gleichermaßen…

Als er geboren wurde, gab es kein Radio, kein Kino, keine Tonträger. Die Welt um einen herum war im heutigen Sinne still. Wer nicht das Glück hatte, als Hochadel auf die Welt zu kommen, musste weit reisen, um Musik kennenzulernen. Es waren die günstigen Zeiten, um Musik in sich selbst zu hören, wenn sie einem gegeben wurde. Und es schien, im 18. Jahrhundert gleichzeitig mehrere dieser Art gegeben zu sein… Kambrische Explosion in der Musik?

Ich kann die Musik (obgleich mich nicht jede Art von ihr anspricht) nur empfangen, die entstehenden Empfindungen auf mich wirken lassen, mitschwingen, tief atmen, Gänsehaut genießen… Nur… Die Begabten aber, die Musikalischen, für sie bedeuten Klänge eine ganze Welt, zu der ich keinen Zugang habe. Wenn sie mit einem Instrument oder mit der eigenen Stimme diese Welt betreten, sehe ich manchmal an ihren Gesichtern, dass sie weit, weit weg von meinem Hier-und-Jetzt sind.

Die letzte Explosion in der Musik gab es in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Was bleibt davon in 200 Jahren übrig?

Zwei Welten

Zwei Welten

Thema: 01 - Januar, Musik, unscheinbar 2006

Gerade und quer

Donnerstag, 26. Januar 2006 9:46

Wieder mal einen ganzen Tag am Computer…

Meine “Freundschaft” mit Bits und Bytes fing im Herbst 1987 an, als ich gleich nach dem Sprachkurs am Goethe-Institut vom Westberliner Arbeitsamt zur Umschulung zur “EDV-Datenbank Fachfrau” geschickt wurde. Der deutschen Sprache noch nicht so richtig mächtig, schaffte ich trotzdem die 13 Monate Einführung in den mir völlig fremden Bereich. Der Kurs brachte mir zwar keine Arbeit, stattdessen aber sehr solide Computer-Technik- und -Programmierungskenntnisse, die mir heute noch viel nutzen. Seit Anfang der 90er war der Computer für mich schon ein tägliches Arbeitswerkzeug.

Eines Tages, es war März 1999, kam Jacek zu mir, Rechner, Software und Lehrbücher huckepack tragend, und teilte mir mit, ich soll ab sofort Computer-Grafik lernen. Er hatte vor, sich selbständig zu machen, um Websites zu erstellen und ich sollte die dazu notwendigen Grafiken liefern. Ich lernte das – und auch Einiges mehr dazu… Vor allem aber wurde es mir bewusst, dass ich meine Berufung gefunden habe – und das war der Verdienst meines Kindes…

Die sich schnell entwickelnden Hard- und Software-Möglichkeiten begeisterten mich auf Anhieb: mit meinen Söhnen schraubte ich eifrig Computer zusammen, wie im Trance arbeitete ich Unmengen von Lehrbüchern ab, las regelmäßig die Fachpresse.

Für die New Economy war ich zu alt, zu Quereinsteigerin aber noch nicht… Also im August 2002 machte ich mich – eine studierte Psychologin – selbständig als Web-Designerin.

Meine wichtigste Erfahrung seit dieser Zeit: Jeder will eine Website haben, aber nicht jeder ist bereit, dafür zu bezahlen…

Gerade und quer

Gerade und quer

Thema: 01 - Januar, unscheinbar 2006